Wasseraufbereitung

(Brauchwasser, Prozesswasser, Regenwasser, Trinkwasser)

Entwicklung eines Notfall-Wasserkoffers zum Abwurf in unzugängliche Gebiete nach Wasser-Katastrophen

Nach Katastrophenfällen sind meistens alle Brunnen und Wasserversorgungseinrichtungen durch oberflächig abfließende Wässer mit Fäkalien belastet. Die Verschmutzung dieser Wässer ist eine der Hauptursachen für Infektions- und Durchfallerkrankungen [WHO, Unicef, 2006]. Viele Organisationen kümmern sich um die Aufbereitung von lokal vorhandenen Wässern, um sie keimarm zu machen, jedoch sind wirklich effiziente Anlagen unendlich teuer.

Jüngst zeigte sich dies nach dem Erdbeben vom 25. April 2015 in Nepal aufgrund der schlechten Infrastruktur, dass viele abgelegene Ortschaften von Hilfskräften nicht über Straßen erreichbar waren [ZEIT online]. Gerade dort könnte dezentrale Hilfe basierend auf neuen Materialien und einfacher Handhabung direkt aus der Luft den Menschen besonders helfen.

Ziel des Projektes ist es, auf Basis des bekannten Wissens zur Wasserbehandlung einen bisher weltweit noch nicht vorhandenen Notfall-Wasserkoffer für eine Erstversorgung von 3 Tagen zu entwickeln, mit dem ohne Vorbildung der Nutzer extern stromlos (ggf. lediglich photovoltaisch energieversorgt) Oberflächenwasser wartungsarm zu hygienisch unbedenklichem Wasser für ca. 20 Personen aufbereitet werden kann. Der Notfallkoffer soll auf dem Luftweg in betroffene Gebiete gebracht werden und mit einem Fallschirm abgeworfen werden können.

Mitwirkende (IBV):
Prof. Dr. Peter M. Kunz
Dr.-Ing. Isabell Sommer

Projektflyer

Entwicklung eines Notfall-Wasserkoffers zum Abwurf in unzugängliche Gebiete nach Wasser-Katastrophen

Motivation / Hintergrund

Der IWAO-Notfall-Wasserkoffer soll Opfern von Naturkatastrophenin den ersten drei Tagen die eigene Herstellung von hygienischeinwandfreiem, trinkbarem Wasser ermöglichenWissenschaftler des Instituts für Biologische Verfahrenstechnik an der HochschuleMannheim entwickeln zusammen mit der International Water Aid Organizatione.V. (IWAO) einen mobilen Koffer, der "vom Flugzeug aus abgeworfen" werdenkann und alles enthalten soll, um ohne Vorkenntnisse aus hygienisch bedenklichemFlusswasser ein hygienisch unbedenkliches Wasser für 20 Menschen aufzubereiten;mindestens 3 Tage sollen die Menschen so versorgt werden können.Die Aufbereitung des Flusswassers muss ohne externe Energieversorgung auskommen.Chlor-Tabletten oder -Granulat sind ausgeschlossen, da es zu Fehlanwendungen,wie Lutschen oder falscher Dosierung, kam.

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KVS-Projekt: Wasserdesinfektion nach einem unmittelbaren Katastropheneinsatz

Verunreinigtes Trinkwasser ist eine der Hauptursachen für viele Infektions- und Durchfall-Erkrankungen, von denen mittlerweile mehr als 3 Milliarden Menschen weltweit betroffen sind, ca. 1,5 Millionen Menschen jährlich sterben an den Folgen.


Mitwirkende (IBV):
Prof. Dr. Peter M. Kunz
Dr. Susanne Schilling
B.Eng. Stefan Joseph
B.Sc. Lydia Kirchert
Dr.-Ing. Isabell Sommer

Flyer