Einsatz von Mikrofiltrationsmembranen zur Wasserdesinfektion

Im Rahmen eines Praktikums zur Wasserdesinfektion wird regelmäßig ein Modul zur drucklosen Membranfiltration verwendet. Brunnenwasser wird mit dem nicht pathogenen E. coli K12 verkeimt und die Keimzahlen vor und nach der Filtration werden durch Auszählen Kolonien-bildender-Einheiten (KBE) ermittelt. Vergleichend zu einer chemischen Desinfektion mit einem auf Chlor basierenden Präparat wird die physikalische Wasserentkeimung bewertet. Vereinzelt wurde ein „Durchbrechen“ der Membran beobachtet: es konnte keine Keimabnahme im Filtrat ermittelt werden. Dieses Phänomen trat jedoch nicht regelmäßig auf: Es geht um die detektivische Ursachensuche. Aufgabe ist es herauszufinden, welche Bedingungen gegeben sein müssen, damit das verwendete Membranmodul erfolgreich im Sinne der Keimfreiheit betrieben werden kann. Im Rahmen der Untersuchungen sind Vorschläge zu unterbreiten, wie das Praktikum noch attraktiver gemacht werden kann.

Mikrofiltration zur Wasserdesinfektion

 

Muschelbioreaktor zur Wasserenthärtung

In vielen verfahrenstechnischen Prozessen muss Wasser enthärtet werden. Auf dem Markt kommen derzeit zwei Techniken dafür zum Einsatz, zum einen Ionenaustausch mittels starksaurer Kationenaustauscher und zum anderen Entsalzung mittels Umkehrosmose. Beim Ionenaustauschverfahren wird dem Wasser Calcium/Magnesium entnommen und gegen Natrium getauscht. Nachteil des Verfahrens ist, dass eine periodische Regeneration notwendig ist. Beim zweiten, dass eine Vorfiltration und hohe Drücke erforderlich sind und Antiscalant (flüssiges Konzentrat zur Verhinderung von
Scaling auf Umkehrosmosemembranen) eingesetzt werden müssen.

 

Entkalken mit Muscheln