Spende der Europäischen Brunnengesellschaft an die IWAO

Im November übergab der Präsident der europäischen Brunnengesellschaft (EBG), Herr Harald Denecken, eine Spende von € 3.000,00 an die International Water Aid Organization (IWAO).

Die Spende dient der Unterstützung des Hilfsprojekts Afar/Äthiopien das die IWAO im Frühjahr 2017 über die Organisation "Hoffnungszeichen/Sign of Hope" finanziell unterstützt hat.

Seit Februar 2017 hat die IWAO bereits etwa 27.000 Menschen mit trinkbarem Wasser versorgen können. Die IWAO e.V. (International Water Aid Organization) hat zusammen mit der Hilfsorganisation Hoffnungszeichen (Sign of Hope e.V.) ein Bündel von Maßnahmen organisiert, um den Menschen vor Ort rasch zu helfen. Insbesondere werden Frauen und Kinder unterstützt, deren Aufgabe das Wasserholen ist.

Pressebericht

IWAO greift Appell von Bundespräsident Steinmeier mit einem Hilfsprojekt in Äthiopien auf

Bundespräsident Steinmeier hat deutlich gemacht, dass in Afrika eine verheerende Dürrekatastrophe grassiert:
Die IWAO e.V. hat rasch reagiert und mit der Organisation „Hoffnungszeichen“ vor Ort ein Hilfsprojekt für die Provinz Afar in Äthiopien aufgesetzt, das Unterstützung braucht:
100% der Spenden kommen vor Ort an, da alle IWAO-Mitglieder 100% ehrenamtlich arbeiten !

Seit Februar 2017 hat die IWAO bereits etwa 27.000 Menschen mit trinkbarem Wasser versorgen können. Da aber wie von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier deutlich gemacht, ist der Aprilregen in der Region ausgeblieben und es bedarf weiterer Unterstützung zur Trinkwasser-Notversorgung in den Bezirken Kori und El Daar in Afar in Äthiopien, der heißesten Region der Erde.

Die IWAO e.V. (International Water Aid Organization) hat zusammen mit der Hilfsorganisation Hoffnungszeichen (Sign of Hope e.V.) ein Bündel von Maßnahmen organisiert, um den Menschen vor Ort rasch zu helfen. Insbesondere werden Frauen und Kinder unterstützt, deren Aufgabe das Wasserholen ist. Der nächste Regen wird erst wieder im Juli erwartet.

Mehrmals täglich fahren LKWs aus, um die z. T. weit auseinander liegenden Zisternen mit Trinkwasser zu befüllen. Außerdem werden 1.000 Frauen geschult, mit Wasserreinigungstabletten richtig dosierend umzugehen: sie erhalten anschließend Tabletten-Rationen, die für 1 Monat ausreichen, das vor Ort in Zisternen stehende Wasser zu hygienisieren, damit  die Familien und insbesondere die Kinder nicht an Darmerkrankungen versterben.

Mit einer Spende von 50 Euro können bereits

  • 5 Haushalte für drei Monate mit Wasserreinigungstabletten versorgt werden oder
  • ein LKW die Tagesration an Wasser für 2000 Menschen transportieren.

Die IWAO hat die Unterstützung bereits anlaufen lassen, damit die Menschen in der Provinz Afar nicht verdurstet sind, bis die ersten Spenden eingetroffen sind.

Spendenkonto
Trinkwasserhilfe für Katastrophenopfer
International Water Aid Organization (IWAO)
Sparkasse Heidelberg
IBAN: DE06 6725 0020 0009 0720 20
BIC: SOLADES1HDB

Ausgangssituation/ Beschreibung der Not in der Provinz Afar in Äthiopien

Eine schwere Dürre, verschärft durch den diesjährigen El Niño, hat zu Missernten und Viehsterben geführt. Mehr als 10 Millionen Menschen sind betroffen. Besonders schlimm ist die Situation in Afar. Dort leben die Menschen hauptsächlich von der Viehhaltung. Doch wegen der Dürre ist auch Nahrung für die Tiere kaum noch zu finden: Wasserlöcher sind vertrocknet, die Pflanzen verdorrt.  Viele Tiere sind inzwischen stark unterernährt oder sterben an Hunger und Durst – eine Katastrophe für die Menschen, denn so bricht ihnen die Ernährungsgrundlage weg. Aus Not versuchen sie, ihr Vieh zu verkaufen, um Geld für die Ernährung ihrer Kinder zu bekommen. Doch die mageren Rinder erzielen nur noch niedrige Preise auf dem Markt, während gleichzeitig Nahrungsmittel immer teurer werden.

Ein Teufelskreis, den die Menschen alleine nicht durchbrechen können. Immer mehr Schwangere und Frauen mit kleinen Kindern, die unter akuter Mangelernährung leiden, suchen Hilfe bei Kliniken und Ernährungszentren. Die Situation ist dramatisch: Rund 400.000 Kinder sind von schwerer Mangelernährung bedroht.  Doch nicht nur Nahrung ist kaum zu bezahlen. Sauberes Trinkwasser, absolut unerlässlich für Mensch und Tier, ist ein rares Gut geworden. Die Flüsse und Brunnen trocknen aus; der Weg bis zur nächsten Quelle beträgt bis zu zwölf Stunden. Ein Weg, den sie täglich zurücklegen müssen. An den noch vorhandenen Quellen versiegt das Wasser – teilweise müssen die Menschen bis zu sechs Meter tief nach Wasser graben.

In den vergangenen Monaten konnten – auch dank der Unterstützung der IWAO – die am schlimmsten betroffenen Regionen Eli Daar und Kori mit Wasser versorgt werden. Doch die „kleine“ Regenzeit brachte nicht den erhofften Regen bevor die heiße Jahreszeit begann. Nun herrschen wieder Temperaturen von bis zu 40 Grad im Schatten und die große Regenzeit setzt erst im Juli ein – hoffentlich. In 5 Sub-Distrikten des nördlichen Eli Daar, welche an Eritrea grenzen, haben die Menschen keinen Zugang zu Wasser. Wäre die Grenze offen, könnten sie von dort aus versorgt werden. Die nächsten Brunnen sind 52 Kilometer entfernt und Zugang haben die Menschen dazu nicht. Bis zum 25. April konnten die Gemeinden noch mit den Wasser-LKWs versorgt werden, doch nun stehen sie vor dem Nichts.

27.000 Menschen in Kori und El Daar, Afar, sollen wenigstens mit 2 Liter Wasser pro Tag bis Juli 2017 (70 Tage) versorgt werden. Dies liegt unter dem Sphere-Standard, aber aufgrund der hohen Preise ist eine größere Menge nicht realisierbar.

Weiterhin soll der Aufbau von vier 5.000 Liter Wassertanks an Schulen und Klinken zur Versorgung der Kinder und Kranken realisiert werden.

Schließlich soll die Verteilung von Wasserreinigungstabletten durch Gesundheitsaufklärer an Orten, an denen Menschen trübes Wasser aus gegrabenen Erdlöchern gewinnen, aufgebaut und auch die Versorgung von Haushalten sichergestellt werden, die potenziell verkeimtes Wasser aus Zisternen bekommen werden.

Kurzportrait International Water Aid Organization

Die „International Water Aid Organization“ (IWAO) wurde als gemeinnützige Organisation am 5. Oktober 2005 in Heidelberg von Wasserexperten aus Universitäten, Kommunen, Verbänden, Industrie, Berufsfeuerwehren und freiwilligen Feuerwehren gegründet. Sie bündelt Fachwissen zum hochsensiblen Thema Trinkwasser mit dem Erfahrungsschatz aus dem Katastropheneinsatz der Feuerwehr. Übergeordnetes Ziel der IWAO ist die schnelle, kostenlose Trinkwasserhilfe in Katastrophengebieten weltweit. Die IWAO hat aktive persönliche Mitglieder, die durch tätige Mitarbeit und durch Einsätze in Katastrophengebieten mitwirken, sowie fördernde Mitglieder und Firmenmitgliedschaften. Einmalige Spenden unterstützen die Arbeit der IWAO gegen Spendenbescheinigung.

Helfen Sie jetzt!

Spendenkonto

Trinkwasserhilfe für Katastrophenopfer

International Water Aid Organization (IWAO)
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