Heidelberg, 24. Oktober 2016 – Die Heidelberger Hilfsorganisation International Water Aid Organization (IWAO) e.V.  hilft in Haiti mit finanziellen Mitteln. Um die Ausbreitung von Epidemien zu stoppen, engagieren sich die Wasserexperten gemeinsam mit dem internationalen Kinderhilfswerk nph-Deutschland e.V. für die Versorgung der vom Hurrikan Matthew betroffenen Menschen mit sauberem Trinkwasser.

Am frühen Morgen des 4. Oktober 2016 zog der Hurrikan Matthew mit großer zerstörerischer Kraft über den Südwesten Haitis hinweg. Es war der stärkste Sturm seit 52 Jahren, der das haitische Festland getroffen hat und enorme Zerstörungen anrichtete. Viele Gebiete wurden von der Außenwelt abgeschnitten. Weit über 800 Todesopfer sind zu beklagen und ca. 1,4 Millionen Menschen benötigen sofortige Hilfe. Nach schweren Niederschlägen steigt die Zahl von Cholera-Erkrankungen. Sauberes Wasser zum Trinken ist für die Menschen dringend notwendig, um eine Epidemie zu verhindern.

"Unser Ziel ist es, Menschen in Notlagen mit hygienisch einwandfreiem Wasser zu versorgen, weltweit und genau dann, wenn es darauf ankommt", so der IWAO-Präsident  Prof. Dr. Peter M. Kunz, der an der Hochschule Mannheim zum Thema "Wasser" lehrt und forscht. Deshalb hat die IWAO unmittelbar nach den Katastrophenmeldungen aus Haiti ein Hilfsprojekt für die notleidenden Menschen organisiert.

"Als amtierender Präsident der IWAO darf ich Sie um Verwendung unserer Pressemitteilung bitten, um über unsere spontane Unterstützung des Kinderhilfswerks nph mit Vor-Ort-Einrichtungen zu informieren. Wir stellen dadurch sicher, dass 100% der Spendenmittel auch vor Ort ankommen. Da zunächst für einen Monat Hilfe geleistet wird, bitten wir Sie, unseren Spendenaufruf kund zu tun, um eine Fortsetzung des Projektes zu ermöglichen."
Peter M. Kunz, Präsident der IWAO

 Seit dem verheerenden  Erdbeben von 2010 in Haiti, bei dem IWAO-Experten vor Ort Hilfe leisteten, bestehen Kontakte zu dem internationalen Kinderhilfswerk "nuestros pequeños hermanos (nph)".  Die Hilfsorganisation betreibt seit vielen Jahren in Haiti neben zwei Kinderdörfern ein Kinderkrankenhaus. Über ihr Netzwerk, das in der Notsituation in den betroffenen Katastrophengebieten aktiviert wurde, kann nph zuverlässig Trinkwasser und Lebensmittel mit Lastwagen, Booten und Hubschrauber verteilen. Darum hat sich diesmal die IWAO für eine schnell wirkende finanzielle Hilfe für die akute Versorgung der Bevölkerung mit frischem Wasser vor Ort entschieden.

Die IWAO unterstützt die Lieferung und Verteilung von sauberem Wasser in Tanklastwagen und in Wasserbeuteln sowie die Beschaffung von 180 Tausend Chlortabletten. Insgesamt können mit diesen Maßnahmen mehr als 1.500 Familien für einen Monat mit hygienisch einwandfreiem Wasser versorgt werden.

Sollten weitere Hilfen notwendig werden, wird die IWAO auch in Zukunft nph und weitere Organisationen vor Ort unterstützen.

Spendenkonto

Trinkwasserhilfe für Katastrophenopfer

International Water Aid Organization (IWAO)
Sparkasse Heidelberg
BIC:
 SOLADES1HDB
IBAN: DE06 6725 0020 0009 0720 20

Haiti: Trinkwasserlieferung in Wasserbeuteln
Haiti: Trinkwasserlieferung in Wasserbeuteln
(Foto: I. Laubenthal, nph Deutschland e.V., 2016)

Heidelberg, 22. Dezember 2010 – Hunderttausende Wasseraufbereitungstabletten für Katastrophenopfer: Die Heidelberger Hilfsorganisation „International Water Aid Organization“ (IWAO) kämpft in Haiti und Pakistan weiter gegen die Cholera. In den vergangenen Monaten hat der gemeinnützige Verein bereits 1,9 Millionen Chlortabletten in die beiden Katastrophengebiete geschickt. Die jüngsten Sendungen sind Ende November in Peshavar im Norden Pakistans und Mitte Dezember in Port-au-Prince, der Hauptstadt Haitis, eingetroffen. Mit einer Tablette lassen sich zehn Liter Wasser desinfizieren. Die bislang versendete Menge reicht aus, um 42.000 Personen drei Monate lang mit keimfreiem Wasser zu versorgen und so vor einer Cholera-Ansteckung zu schützen. Um weitere Menschen vor Schäden durch verunreinigtes Trinkwasser zu bewahren, will die IWAO in den kommenden Wochen noch mehr Tabletten liefern. Die Organisation plant außerdem, in besonders schwer betroffenen Gebieten Haitis mit Ultrafiltrationsanlagen dauerhaft Wasser aufzubereiten.

"Pakistan leidet immer noch unter den Folgen der Überschwemmungen durch den außergewöhnlich starken Monsunregen. Die nach der Flut heimkehrenden Menschen finden verseuchte Brunnen vor, die noch längere Zeit kein keimfreies Trinkwasser liefern werden", erklärt Heinz Knoll, Präsident der IWAO. "Viele Menschen, vor allem Kinder, sind gefährdet, sich mit Darmkrankheiten bis hin zu Cholera zu infizieren. In dem Erdbebengebiet in Haiti grassiert diese Krankheit bereits seit Längerem, da dort die hygienischen Verhältnisse nach wie vor katastrophal sind. Die Wasserentkeimungstabletten werden also dringend gebraucht."

Die IWAO arbeitet mit den Deutschen Botschaften sowie mehreren Hilfsorganisationen zusammen, darunter "Shelter Now", "Hoffnungszeichen", "Foi et Joie" und "HelpAlliance – Lufthanseaten engagieren sich". Diese Organisationen verteilen die Tabletten, Nahrungsmittel und andere lebenswichtige Produkte an die Katastrophenopfer vor Ort. Die IWAO, die sich als Ergänzung zu bestehenden Hilfsorganisationen versteht, stellt so sicher, dass die Hilfe trotz minimalen Aufwands sicher bei den Betroffenen ankommt.

"Mit den Chlortabletten können die Menschen schnell und unkompliziert das Wasser desinfizieren, das sie zum Trinken und Kochen benötigen", erläutert Knoll. "Die einfache Anwendung ist der große Vorteil."

Um weitere Tabletten einzukaufen, ist die IWAO auf Spenden angewiesen. Eine Tablette kostet knapp zwei Cent; für gut zehn Euro lassen sich 500 Chlortabletten einkaufen, verpacken und verschicken. "So kann jeder schon mit einem geringen Betrag helfen, viele Menschen vor einer Cholera-Ansteckung zu schützen“, sagt Knoll. „Dabei garantieren wir, dass die Spendengelder gänzlich in die Hilfseinsätze fließen, da alle Mitglieder unseres Vereins ehrenamtlich arbeiten."

Mittlerweile ist bereits die zweite Lieferung Chlortabletten der IWAO in Pakistan angekommen. Die erste Lieferung wurde bereits, verpackt in kleinen Flaschen, von Helfern vor Ort an die Flutopfer ausgegeben.

Informationen zur Zusammenarbeit mit Shelter Now auf:

http://www.shelter.de/nachrichten/?id=51

Heidelberg, 2. Februar 2010 – Keimfreies Trinkwasser für Tausende Menschen: Die Hilfsorganisation „International Water Aid Organization“ (IWAO) hat gemeinsam mit der Europäischen Brunnengesellschaft (EBG) eine Million Chlortabletten in das Erdbebengebiet in Haiti gebracht. Mit den Tabletten lässt sich schnell und unkompliziert Wasser desinfizieren. „Die Tabletten helfen, die Versorgung mit keimfreiem Wasser dort sicherzustellen, wo Flaschenwasser und aufbereitetes Trinkwasser noch nicht zur Verfügung stehen, auch unter den schwierigen Bedingungen in dem Katastrophengebiet“, erklärt Heinz Knoll. Der IWAO-Präsident war mit seinem Vorstandskollegen Professor Dietrich Maier mehrere Tage vor Ort, um die Chlortabletten selbst an von der Katastrophe betroffene Einrichtungen und in Haiti tätige Organisationen zu übergeben, Wasseranalysen durchzuführen und auszuloten, wie IWAO und EBG die Region am besten beim Wiederaufbau der Wasserversorgung unterstützen können.

Ein Drittel der Tabletten übergaben die Vertreter der IWAO an Salesianer-Mönche in Santo Domingo. Der größte Schulorden der Welt betreibt auch in Port-au-Prince mehrere Schulen. In einer davon wurden 260 Schüler und drei Lehrer von den Trümmern verschüttet. Die Tabletten kommen in den stark zerstörten Einrichtungen der Mönche zum Einsatz. Den Transport in das Katastrophengebiet haben die Ordensleute selbst übernommen.

Rund 300.000 Tabletten händigten die Helfer an der Grenze zu Haiti einem Logistikzentrum von UN und Rotem Kreuz sowie der Vertreterin eines Kinderheimes aus. Das letzte Drittel ging an ein Krankenhaus in Jimani, der Grenzstadt zu Haiti. Viele Erdbebenopfer werden dort operiert und gepflegt, Angehörige müssen mit verköstigt werden. Nach Angaben der IWAO ist die Klinik um das Vierfache überbelegt. „Das Krankenhaus verfügt momentan nur über eine provisorische Wasserversorgung“, berichtet Professor Maier. „Das Erdbeben hat den Brunnen der Klinik zerstört. Die Patienten und die Mitarbeiter des Krankenhauses sind deshalb auf Oberflächenwasser aus einem Bach angewiesen, das unseren Analysen zufolge stark mit Keimen belastet ist.“ Mit den übergebenen Chlortabletten kann die Klinik 110 Tage lang das Wasser zentral in der Zisterne desinfizieren und so teils folgenschweren Infektionskrankheiten vorbeugen.

IWAO und EBG bieten auch beim Wiederaufbau der zerstörten Wasserversorgung in dem Katastrophengebiet ihr Fachwissen und wissenschaftliche Unterstützung an. Entsprechend ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten werden sie außerdem weiter mit Desinfektionsmitteln helfen, die Erdbebenopfer mit keimfreiem Wasser zu versorgen. Dafür ist der Verein auf zusätzliche Spenden angewiesen. Zehn Euro reichen aus, um 500 Chlortabletten einzukaufen und in das Katastrophengebiet zu schicken. Alle Mitglieder der Organisation arbeiten ehrenamtlich. „Wir bürgen dafür, dass das Geld ausschließlich in die Hilfseinsätze fließt“, erläutert Knoll.

Heidelberg, 19. Januar 2010 – Die Heidelberger Hilfsorganisation „International Water Aid Organization“ (IWAO) schickt gemeinsam mit der Europäischen Brunnengesellschaft aus Karlsruhe (EBG) eine Million Chlortabletten in das Erdbebengebiet nach Haiti. Damit können die Opfer der Katastrophe vor Ort schnell und einfach Wasser desinfizieren. Die öffentliche Wasserversorgung ist nach dem Beben zusammengebrochen, und die Trinkwasserreserven in Flaschen sind begrenzt. Die IWAO rechnet damit, dass oberirdische Gewässer zunehmend durch Krankheitserreger verseucht werden und die Trinkwasserversorgung dadurch noch schwieriger wird.

Die Chlortabletten sind per Luftfracht bereits auf dem Weg nach Santo Domingo. Dort werden Mitglieder der IWAO und der EBG sie noch diese Woche an einheimische Salesianer-Mönche der Don Bosco Hilfswerke übergeben. Die Mönche werden in der Handhabung der Desinfektionstabletten unterrichtet und bringen sie nach Haiti, um sie an die Erdbebenopfer weiterzugeben.

"Chlortabletten sind eine sichere und einfache Möglichkeit, die extrem hohe Gefahr der Ausbreitung von Krankheiten über das Trinkwasser zu verhindern", erklärt Heinz Knoll, Präsident der IWAO. "Die Menschen sind durch das verheerende Erdbeben in ihrer Gesundheit bereits über das Menschenmögliche hinaus beeinträchtigt."

Mit einer Chlortablette zum Preis von etwa einem Cent lassen sich zehn Liter Wasser desinfizieren. Eine Million Tabletten reichen aus, um 100.000 Menschen zehn Tage lang mit sauberem Wasser zu versorgen. "Um die Kosten von 10.000 Euro für die Tabletten und den Transport zu decken, bittet die IWAO um finanzielle Unterstützung von der Bevölkerung und Firmen", sagt Knoll. "IWAO und Brunnengesellschaft arbeiten ehrenamtlich. Das Geld kommt also voll den Erdbebenopfern zugute." Bereits für zehn Euro können der IWAO zufolge fast 100 Menschen für zehn Tage vor Ansteckungen durch Keime im Wasser geschützt werden.

Für die Hilfe beim Wiederaufbau der öffentlichen Wasserversorgung steht eine Expertengruppe der IWAO auf Abruf bereit. Sie wird mit ihren Spezialkenntnissen in Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung die Partner vor Ort unterstützen. "Momentan hat allerdings die Bergung der Opfer Vorrang", erklärt Knoll. "Der Wiederaufbau ist dann der nächste Schritt."

2008 und 2009 hatte die IWAO zwei Millionen Chlortabletten nach Simbabwe geschickt, um eine dort grassierende Choleraepidemie zu bekämpfen. Ende des vergangenen Jahres half der Verein den Taifun-Opfern am Rande Manilas mit 10.000 Chlortabletten.

 

Haiti: Trinkwasserlieferung in Wasserbeuteln
(Foto: I. Laubenthal, nph Deutschland e.V., 2016)

Die Heidelberger Hilfsorganisation International Water Aid Organization (IWAO) e.V.  hilft in Haiti mit finanziellen Mitteln. Um die Ausbreitung von Epidemien zu stoppen, engagieren sich die Wasserexperten gemeinsam mit dem internationalen Kinderhilfswerk nph-Deutschland e.V. für die Versorgung der vom Hurrikan Matthew betroffenen Menschen mit sauberem Trinkwasser.

Am frühen Morgen des 4. Oktober 2016 zog der Hurrikan Matthew mit großer zerstörerischer Kraft über den Südwesten Haitis hinweg. Es war der stärkste Sturm seit 52 Jahren, der das haitische Festland getroffen hat und enorme Zerstörungen anrichtete. Viele Gebiete wurden von der Außenwelt abgeschnitten. Weit über 800 Todesopfer sind zu beklagen und ca. 1,4 Millionen Menschen benötigen sofortige Hilfe. Nach schweren Niederschlägen steigt die Zahl von Cholera-Erkrankungen. Sauberes Wasser zum Trinken ist für die Menschen dringend notwendig, um eine Epidemie zu verhindern.

Auf den Seiten der IWAO finden sie weitere Informationen zur Hilfsaktion - Helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende

Presseinformation

Kurzportrait International Water Aid Organization

Die „International Water Aid Organization“ (IWAO) wurde als gemeinnützige Organisation am 5. Oktober 2005 in Heidelberg von Wasserexperten aus Universitäten, Kommunen, Verbänden, Industrie, Berufsfeuerwehren und freiwilligen Feuerwehren gegründet. Sie bündelt Fachwissen zum hochsensiblen Thema Trinkwasser mit dem Erfahrungsschatz aus dem Katastropheneinsatz der Feuerwehr. Übergeordnetes Ziel der IWAO ist die schnelle, kostenlose Trinkwasserhilfe in Katastrophengebieten weltweit. Die IWAO hat aktive persönliche Mitglieder, die durch tätige Mitarbeit und durch Einsätze in Katastrophengebieten mitwirken, sowie fördernde Mitglieder und Firmenmitgliedschaften. Einmalige Spenden unterstützen die Arbeit der IWAO gegen Spendenbescheinigung.

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