Heidelberg, 30. Juni 2014 – Bereits Ende Mai organisierte die International Water Aid Organization (IWAO) einen Hilfstransport mit Chlorgranulat zur Desinfektion verunreinigten Wassers ins serbische Šid: Nach schweren Regenfällen auf dem Balkan war Mitte Mai der Fluss Save vielerorts über die Ufer getreten. Das Hochwasser war das höchste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Mehrere Tote, zahllose Obdachlose und eine zerstörte Infrastruktur: Nach der Flutkatastrophe im Balkan ist die Lage auch weiterhin angespannt. Das Tiefdruckgebiet "Yvette" hatte Mitte Mai mit schweren Regenfällen von bis zu 180 l/m² das bislang verheerendste Hochwasser seit Beginn der Aufzeichnungen ausgelöst. In Folge der Regenfälle war im Grenzgebiet zwischen Kroatien, Serbien und Bosnien der Fluss Save über die Ufer getreten.

Auch die IWAO beteiligte sich mit einem Hilfseinsatz in der Region und folgte damit dem Aufruf einer serbisch-stämmigen Baden-Württembergerin. Dank einer Direktspende des Karlsruher Chemikaliengroßhändler ABCR GmbH & Co. KG sowie weiteren Beständen aus dem Heinrich-Sontheimer-Laboratorium konnte die Organisation rund 400 Kilogramm Chlorgranulat zur Wasser-Desinfektion zusammenstellen. Ehrenamtliche Freiwillige brachten die Ladung persönlich ins serbische Šid, wo die Ortsteile Batrovci, Jamena, Morovic, und Višnjićevo von starken Überschwemmungen betroffen waren.

Dort vor Ort, wo Hilfe nötig ist

"Nach Katastrophen wie den Überschwemmungen auf dem Balkan steigt die Gefahr, dass sich durch verschmutztes Wasser Seuchen ausbreiten", erläutert IWAO-Präsident Hansjörg Fader. "Deshalb ist es wichtig, dass vorhandenes Wasser desinfiziert werden kann. Dank seiner klärenden Eigenschaften ist Chlorgranulat ein geeignetes Hilfsmittel, um eine Bedrohung durch Epidemien einzuschränken."

Das Versorgungsgebiet des Wasserwerks in Šid, an dessen Techniker die Hilfslieferung übergeben wurde, umfasst rund 31.000 Einwohner. Die Einsatzkräfte der IWAO schulten die Mitarbeiter im Werk außerdem zur richtigen Dosierung des Granulats, der Kontakt nach Šid besteht weiterhin – bei jedweden Rückfragen stehen die Experten der IWAO bereit. So ist sichergestellt, dass die Hilfsgüter bestmögliche Verwendung finden und den optimalen Nutzen bringen.

"Alle Mitglieder unserer Organisation arbeiten ehrenamtlich und sind dort vor Ort, wo Hilfe nötig ist", so Fader. "Deshalb sind wir immer auf Spenden und auch neue, aktive Mitglieder angewiesen. Wir bürgen dafür, dass gespendetes Geld ausschließlich in die Hilfseinsätze fließt."

Spendenkonten

"Trinkwasserdesinfektion für Katastrophenopfer"
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Kurzportrait International Water Aid Organization

Die „International Water Aid Organization“ (IWAO) wurde als gemeinnützige Organisation am 5. Oktober 2005 in Heidelberg von Wasserexperten aus Universitäten, Kommunen, Verbänden, Industrie, Berufsfeuerwehren und freiwilligen Feuerwehren gegründet. Sie bündelt Fachwissen zum hochsensiblen Thema Trinkwasser mit dem Erfahrungsschatz aus dem Katastropheneinsatz der Feuerwehr. Übergeordnetes Ziel der IWAO ist die schnelle, kostenlose Trinkwasserhilfe in Katastrophengebieten weltweit. Die IWAO hat aktive persönliche Mitglieder, die durch tätige Mitarbeit und durch Einsätze in Katastrophengebieten mitwirken, sowie fördernde Mitglieder und Firmenmitgliedschaften. Einmalige Spenden unterstützen die Arbeit der IWAO gegen Spendenbescheinigung.

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Trinkwasserhilfe für Katastrophenopfer

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