Heidelberg, 6. März 2009 – Die gemeinnützige Heidelberger Hilfsorganisation „International Water Aid Organization“ (IWAO) setzt ihren Kampf gegen die Ausbreitung der Cholera in Simbabwe fort: Eine Ladung von einer Million Chlortabletten startet heute, am 6. März 2009, vom Frankfurter Flughafen aus in Richtung Harare. Die Tab­letten werden vor Ort zur Trinkwasseraufbereitung eingesetzt. „Für uns in Deutschland ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser eine Selbstverständlichkeit“, erläutert IWAO-Präsident Heinz Knoll. „Doch Hunderttausenden Menschen in Simbabwe steht aufgrund des wirtschaftlichen Zusammenbruchs des Landes momentan kein sauberes Wasser zur Verfügung. Wenn wir nicht weiterhelfen, werden noch Tausende mehr an Cholera erkranken.“ Zusammen mit der Euro­päischen Brunnengesellschaft in Karlsruhe und Hilfsorganisationen vor Ort hatte die IWAO bereits im Dezember 2008 eine Million Chlortabletten nach Harare geflogen und die Ausgabe und Anwen­dung in Simbabwe organisiert.

"Unsere Sendungen mit Chlortabletten retten Leben", weiß IWAO-Präsident Knoll. "Denn sie können Infektionen mit der häufig tödlichen Krankheit Cholera verhindern." Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in Simbabwe bereits mehr als 80.000 Menschen infiziert, fast 4.000 Tote hat die Epidemie bereits gefordert. Vor allem Kinder und Ältere sind gefährdet.

Die Chlortabletten hatte die IWAO aus Beständen der Stadtwerke Karls­ruhe aufgekauft. Sie mussten für den Transport eigens in spezielle Plastik­flaschen umgepackt werden. Denn nur so dürfen sie im internationalen Frachtverkehr transportiert werden. Für die aktuelle Lieferung hatten die Ludwigshafener Feuerwehr und die Technischen Werke Ludwigshafen die IWAO beim Umpacken unterstützt. Beide Transporte wurden mit der Deutschen Botschaft abgestimmt.

Wie die erste Million Tabletten wird nun auch die zweite Ladung vor allem an Krankenhäuser in dem afrikanischen Land verteilt. "Sie kennen die Brennpunkte der Cholerainfektionen am besten", begründet Knoll. Mit jeder Tablette können zehn Liter Wasser desinfiziert werden. Die aktuelle Lieferung deckt damit den Trinkwasserbedarf von 10.000 Menschen für 40 Tage – eine dringend notwendige Maßnahme.

Eine dritte Million Tabletten steht der IWAO noch zur Verfügung. Allerdings fehlen momentan die Gelder für den Transport. "Deshalb sind wir für weitere Spenden dankbar", sagt der IWAO-Präsident. "Wir garantieren, dass die Hilfe auch bei den Betroffenen ankommt. Solange die Regierung in Simbabwe die Wasserversorgung nicht in den Griff bekommt, werden wir uns in dem afrikanischen Land weiter engagieren. Dafür hoffen wir auf weitere Unterstützung. Eine Tablette kostet schließlich gerade mal einen Cent und kann doch helfen, Leben zu retten."

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Kennwort  „Trinkwasserhilfe Chlortabletten“

Kurzportrait International Water Aid Organization

Die „International Water Aid Organization“ (IWAO) wurde als gemeinnützige Organisation am 5. Oktober 2005 in Heidelberg von Wasserexperten aus Universitäten, Kommunen, Verbänden, Industrie, Berufsfeuerwehren und freiwilligen Feuerwehren gegründet. Sie bündelt Fachwissen zum hochsensiblen Thema Trinkwasser mit dem Erfahrungsschatz aus dem Katastropheneinsatz der Feuerwehr. Übergeordnetes Ziel der IWAO ist die schnelle, kostenlose Trinkwasserhilfe in Katastrophengebieten weltweit. Die IWAO hat aktive persönliche Mitglieder, die durch tätige Mitarbeit und durch Einsätze in Katastrophengebieten mitwirken, sowie fördernde Mitglieder und Firmenmitgliedschaften. Einmalige Spenden unterstützen die Arbeit der IWAO gegen Spendenbescheinigung.

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