Trinkwasser für Südsudan damit die Menschen in ihrer Heimat bleiben

Über 2 Millionen Südsudanesen sind auf der Flucht. Es herrscht eine der derzeit größten Flüchtlingskrisen der Welt.

Die Bewohner der südsudanesischen Provinz Lakes leiden unter chronischem Wassermangel. In der Ortschaft Mapuordit, 70 km von der Stadt Yirol (im Osten) und der Stadt Rumbek (im Westen) gelegen, haben über 5.800 Menschen keinen gesicherten Zugang zu Trinkwasser. Landwirtschaftliche Anbaumöglichkeiten sind stark eingeschränkt und auf die Regenzeit begrenzt. Große Teile der Bevölkerung sind mangelernährt und gesundheitlich geschwächt, die hygienischen Umstände sind prekär. Seit 2016 breitet sich die Cholera aus.

Die IWAO unterstützt das Projekt mit Geldmitteln für die Instandsetzung von Wasserentnahmestellen, der Bohrung neuer Brunnen sowie der dazugehörigen Ausstattung mit Handpumpen und bittet um weitere Spenden.

Pressemeldung Hilfsprojekt Südsudan

Spendenkonto

Trinkwasserhilfe für Katastrophenopfer

International Water Aid Organization (IWAO)

Sparkasse Heidelberg

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Heidelberg, Februar 2016 – Gleich zwei neue Projekte unterstützt die Heidelberger Hilfsorganisation International Water Aid Organization e.V. (IWAO) mit finanziellen Mitteln: Gemeinsam mit dem Verein Hoffnungszeichen e.V. engagieren sich die Wasserexperten für die Instandsetzung mehrerer Handpumpenbrunnen in den Regionen Rumbek und Nyal (Südsudan). In Kurdistan (Nordirak) unterstützt die IWAO die Mitarbeiter von Shelter Now Germany e.V. bei der Versorgung von Flüchtlingen mit sauberem Trinkwasser.

Knapp 60 Millionen Menschen sind laut Auskunft der UNHCR, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, weltweit auf der Flucht vor Kriegen, Konflikten und Verfolgung. Kaum ein Thema beherrscht die Medienlandschaft aktuell so stark wie die anhaltende Flüchtlingsproblematik – und kritischen Stimmen steht vielerorts eine gelebte Willkommenspolitik gegenüber. Auch die Mitglieder der Heidelberger Hilfsorganisation IWAO setzen sich für Geflohene und Vertriebene ein, allerdings nicht in Deutschland, sondern direkt vor Ort: Im Südsudan sowie im Nordirak unterstützen die Wasserexperten gemeinsam mit anderen, internationalen Hilfsorganisationen zwei neue Projekte.

"Unser Ziel ist es, Menschen in Notlagen mit hygienisch einwandfreiem Wasser zu versorgen, weltweit und genau dann, wenn es darauf ankommt", so Peter M. Kunz, seit Januar 2016 neu gewählter Präsident der IWAO. Prof. Dr. Peter M. Kunz lehrt und erforscht seit 1987 an der Hochschule (früher Fachhochschule) Mannheim vielfältige Themen aus dem Bereich "Wasser" und leitet seit 1988 das Institut für Biologische Verfahrenstechnik. "Die Anfragen von Hoffnungszeichen und Shelter Now haben uns überzeugt und passen in den Satzungszweck, so dass wir als IWAO beiden Institutionen unter die Arme greifen und ihr Engagement vor Ort unterstützen können. Wir haben mit beiden Organisationen bereits früher erfolgreich zusammengearbeitet und viel zusammen erreicht", betont Heinz Knoll, ehemaliger Präsident der IWAO. Gemeinsam mit Hoffnungszeichen e.V. beispielsweise unterstützte die IWAO bereits 2013 ein WASH(Water Sanitation Hygiene)-Projekt für Flüchtlinge im Südsudan. Neben der Erweiterung einer sanitären Grundversorgung standen damals die Verbesserung der Wasserqualität in den betreffenden Gebieten sowie der Schutz der Menschen vor Witterung und Insekten im Fokus der Hilfeleistenden.

Brunnen als nachhaltige Versorgungsquelle

Zielgruppe des aktuellen Projekts sind unter anderem Binnenflüchtlinge in den Regionen Rumbek und Nyal. Aufgrund des hohen Flüchtlingsaufkommens wurden viele der dortigen Brunnen übernutzt und sind verschmutzt, so dass sauberes Wasser Mangelware ist. Viele Frauen sammeln auf oft stundenlangen Fußmärschen für sich und ihre Familien verschmutztes Wasser in den Sümpfen – mit immensen Gefahren für ihre Gesundheit.

Mehrere Handpumpenbrunnen sollen Abhilfe schaffen und die lokalen Gemeinschaften mit einem sicheren, nachhaltigen Zugang zu Wasser zum Trinken, Kochen sowie für persönliche und haushaltsbezogene Hygiene versorgen. "Teil des Projekts werden außerdem Schulungen sein, die die Betroffenen befähigen, die Brunnen zu bedienen, zu warten und dauerhaft zu bewirtschaften", so Kunz. Die IWAO stellt finanzielle Mittel zur Unterstützung des Projekts bereit, Mitarbeiter von Hoffnungszeichen sorgen zuverlässig für die Umsetzung der Maßnahmen vor Ort.

Sauberes Wasser für ein Stück mehr Lebensqualität

Seit Beginn dieses Jahres unterstützt die Hilfsorganisation Shelter Now eine wachsende Anzahl von Hilfsbedürftigen in der autonomen Region Kurdistan im Nordirak mit Gütern wie Nahrungsmitteln oder Hygieneartikeln. Über zwei Millionen Flüchtlinge aus Syrien bzw. Binnenvertriebene aus dem Irak halten sich zurzeit hier auf, ein Großteil von ihnen in Camps und Lagern. Begünstigte des aktuellen Projekts sind 80 jesidische Familien mit insgesamt rund 500 Personen. Aktuell wohnen sie in Zelten, Rohbauten, Hütten und Lastwagenanhängern und haben keinen Zugang zu trinkbarem Wasser. In den kommenden sechs Monaten sollen sie als Ersthilfe genau dieses erhalten, die IWAO unterstützt das Projekt mit Sachmitteln und Expertise. "Die meisten Flüchtlinge sind in eine schier ausweglose Situation geraten, viele sind nicht nur heimat-, sondern auch hilflos", so Kunz. "Deshalb ist es uns wichtig, hier akut vor Ort zu unterstützen. Damit wir das können, sind wir auf Sponsoren angewiesen. So hat die Maingau Energie GmbH, eines unserer jüngsten Mitglieder, wieder mit einer großzügigen Spende geholfen, einen Teil dieser Aktionen zu verwirklichen. Die IWAO e.V. freut sich immer über jede – wenn auch nur kleine – Spende und neue Mitglieder. Denn eins steht fest: Hilfe für Menschen, die kein trinkbares Wasser vorfinden, kann es nicht genug geben."

Gemeinsam mit Hoffnungszeichen e.V. unterstützte die Heidelberger Hilfsorganisation International Water Aid Organization (IWAO) seit März 2013 ein WASH (Water Sanitation Hygiene)-Projekt für Flüchtlinge im Südsudan – wir berichteten dazu bereits vergangenen Juni.

Die IWAO stellte finanzielle Hilfe bereit, Mitarbeiter von Hoffnungszeichen sorgten zuverlässig für die Umsetzung der Maßnahmen vor Ort. Mit dem Einsatz wurde die sanitäre Grundversorgung von Flüchtlingen in der Nähe von Rumbek erweitert. Auch die Bewohner des nahe gelegenen Ortes Paloch, die ebenfalls kaum Zugang zu Trinkwasser oder Nahrung hatten, wurden über das Projekt mit versorgt. Generell standen außerdem die Verbesserung der Trinkwasserqualität in den betreffenden Gebieten sowie der Schutz der Menschen vor Witterung und Insekten im Fokus der Hilfeleistenden.

Besonderer Dank von Seiten der IWAO gilt der Maingau Energie GmbH, ohne deren Hilfe als Sponsor das Projekt in Rumbek nur schwer hätte unterstützt werden können.

Heidelberg, 23. Juni 2014 – Die Heidelberger Hilfsorganisation International Water Aid Organization (IWAO) unterstützt gemeinsam mit Hoffnungszeichen e.V. ein WASH (Water Sanitation Hygiene)-Projekt für Flüchtlinge im Südsudan: Seit dem Ausbruch von Unruhen im Dezember 2013 haben mehr als 100 Menschen – darunter zahlreiche Kinder – Zuflucht in einem Camp in Rumbek gesucht. Im Fokus des Projekts stehen die Verbesserung der Trinkwasserqualität, Schutz vor Witterung und Insekten und eine Erweiterung der sanitären Grundversorgung. Die IWAO unterstützt das Projekt finanziell, Mitarbeiter von Hoffnungszeichen sorgen für die Umsetzung der Hilfsmaßnahmen vor Ort.

Obdachlos, kein Schutz vor Moskitos, zu wenig Trinkwasser und Nahrung, eine unzureichende hygienische Versorgung – die Bedingungen im Flüchtlingscamp auf dem Gelände der Mission der Vereinten Nationen im Südsudan (UNMISS) sind alarmierend. Mehr als 100 Menschen haben in Rumbek Schutz gesucht, da in ihrer Heimat rund um das nördlich gelegene Bentiu Unruhen ausgebrochen sind. Wie lange sie bleiben müssen, ist ungewiss.

"Nur ein kleiner Teil der Flüchtlinge in Rumbek fand bislang Zuflucht in Zelten. Aufgrund der schlechten Versorgungssituation leiden vor allem die Kinder zunehmend an Unterernährung und Durchfallerkrankungen", schildert IWAO-Präsident Hansjörg Fader die Situation in Rumbek.

"Die Lage der Flüchtlinge im Camp in Rumbek ist verheerend", bestätigt Marcel Kötter, Leiter des Referats für Internationale Hilfe und Zusammenarbeit bei Hoffnungszeichen. "Deswegen sind wir froh, gemeinsam mit der IWAO die Umstände vor Ort verbessern zu können." Fader ergänzt: "Die schlechten hygienischen Bedingungen im Flüchtlingscamp schüren die Gefahr, dass sich Seuchen ausbreiten. Um die Gefahr von Epidemien einzuschränken, ist es wichtig, vorhandenes Wasser desinfizieren zu können, beispielsweise durch den Einsatz von Chlortabletten." Die IWAO finanziert einen Großteil der notwendigen Hilfsgüter wie Chlortabletten, Zelte und Moskitonetze – Mitarbeiter von Hoffnungszeichen sorgen für die gerechte Verteilung der Materialien und die Umsetzung weiterer Hilfsmaßnahmen vor Ort.

Gemeinsam stark für die Schwächsten

Hoffnungszeichen und IWAO haben schon früher erfolgreich zusammengearbeitet, zuletzt im vergangenen Jahr. Im Herbst unterstützten sie Katastrophenopfer auf den Philippinen, die durch Taifun "Haiyan" alles verloren hatten: Mit Hilfe Freiwilliger verteilten sie mehrere Tausend Chlortabletten zur Trinkwasseraufbereitung direkt ins Katastrophengebiet.

Neben den Flüchtlingen in Rumbek werden auch rund 500 Einwohner des nahe gelegenen Ortes Paloch über das WASH-Projekt versorgt. Ein Großteil der Menschen sind Binnenflüchtlinge aus viel umkämpften Gebieten wie Bor oder dem Bundestaat Unity, die ebenfalls kaum Zugang zu Trinkwasser oder Nahrung haben. Dank der Verteilung von Chlortabletten wird nun für einen Monat genügend Wasser für die Bewohner des Camps und für die Binnenflüchtlinge in Paloch zur Verfügung stehen.

Immer gesucht: Sponsoren und Helfer

"Die Flüchtlinge im Südsudan sind aktuell heimat- und hilflos. Wenn Menschen unschuldig in Situationen wie diese geraten, ist es uns wichtig, sie zu unterstützen", so Fader. "Damit das möglich ist, sind wir immer auf freiwillige Helfer und Sponsoren angewiesen. Ohne unser neues Mitglied, die Maingau Energie GmbH, hätten wir beispielsweise das Projekt in Rumbek nur schwer verwirklichen können. Dafür sind wir sehr dankbar – und natürlich freuen wir uns immer über Spenden und weitere Mitglieder. Denn Hilfe wird immer gebraucht."

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"Trinkwasserdesinfektion für Katastrophenopfer"
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Kurzportrait International Water Aid Organization

Die „International Water Aid Organization“ (IWAO) wurde als gemeinnützige Organisation am 5. Oktober 2005 in Heidelberg von Wasserexperten aus Universitäten, Kommunen, Verbänden, Industrie, Berufsfeuerwehren und freiwilligen Feuerwehren gegründet. Sie bündelt Fachwissen zum hochsensiblen Thema Trinkwasser mit dem Erfahrungsschatz aus dem Katastropheneinsatz der Feuerwehr. Übergeordnetes Ziel der IWAO ist die schnelle, kostenlose Trinkwasserhilfe in Katastrophengebieten weltweit. Die IWAO hat aktive persönliche Mitglieder, die durch tätige Mitarbeit und durch Einsätze in Katastrophengebieten mitwirken, sowie fördernde Mitglieder und Firmenmitgliedschaften. Einmalige Spenden unterstützen die Arbeit der IWAO gegen Spendenbescheinigung.

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